PATRIK DIRKSMEIER AUF DEM WEG ZUM IRONMAN FRANKFURT

Die wohl heißeste Schlacht des Jahres

PATRICK DIRKSMEIER AUF DEM WEG ZUM IRONMAN FRANKFURT

Ich stehe nun kurz vor meinem ersten Start vor dem Ironman Frankfurt. Ein Rennen, dass in ganz Deutschland allein auf Grund der TV Übertragung bekannt ist. Ein Rennen, in dem bei uns Männern die Besten Athleten der Welt aufeinander treffen, um eine heiße „Schlacht“ auszufechten.

Die Frage ist, werde ich die Möglichkeit haben, nicht nur ein Teil des Rennens zu sein, sondern mich auch sportlich gut in Szene setzen zu können?

Werde ich cool genug sein, den nötigen Schlaf zu finden. Werde ich alle technischen Dinge an meiner Ausrüstung im Griff haben? Werde ich vor dem Start gut essen können? Wie wird das Gefühl sein, zur Wettkampfbesprechung zu gehen?

Ich glaube ein ganz wichtiger Schritt, um ein so großes Rennen erfolgreich zu bestehen ist es, in der Phase vor dem Rennen so cool zu bleiben, dass man zu diesem Zeitpunkt nicht unnötig Energie durch selbst produzierten Stress verpulvert. Das ist leichter gesagt als getan, denn ich weiß genau, wie meine Nerven mir in der unmittelbaren Zeit vor dem Rennen einen Streich spielen werden. Aus dem Nichts kann plötzlich wieder aus der selbst eingeredeten Selbstsicherheit ein Unbehagen ausbrechen. Ich werde wieder in einem Hotelzimmer sitzen und vergeblich versuchen, an etwas Entspannendes zu denken und mich dabei erwischen, dass ich die Wand anstarre und die Anspannung mich fest im Griff hat. Ich werde nachts aufwachen und feststellen, dass ich eigentlich noch gut zwei Stunden schlafen könnte, es jedoch nicht mehr klappt, bis kurz vor dem Zeitpunkt, an dem der Wecker klingelt.


Dagegen anzukämpfen habe ich bereits etliche Male versucht. Ich gebe diesen Kampf nun auf und werde die Anspannung annehmen, akzeptieren und wissen, dass es allen anderen genau so geht.

Diese Aufregung ist natürlich völlig normal. Meine Vorbereitung lief wirklich hervorragend, sodass ich grundsätzlich optimistisch ins Rennen gehen kann. Das schöne ist, dass ich meine Wettkampfspezifischen Einheiten immer auf den Punkt bringen konnte. Egal wann ich meine Einheiten absolviert hab, die Vorgaben hinsichtlich Watt oder Lauftempo konnte ich erfüllen, ohne dass ich Leistungseinbrüche zu verzeichnen hatte.

Da ich jedoch weiß,  dass in einem Ironman jede Menge passieren kann, möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Mein Ziel ist es, einen Hawaii Slot zu ergattern. Da diese jedoch heiß umkämpft sind, wird an diesem Tag alles passen müssen.

Bis dahin heißt es gesund bleiben, Nerven bewahren und die Konzentration nicht verlieren.

Wir sehen uns in Frankfurt!

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